Wie es zu meinem Prognosedesaster zur Schweiz kam – und ein Ausblick auf den letzten Spieltag der Gruppe E


Zunächst bin ich gestern total aus den Wolken gefallen beim Spiel der Schweiz gegen Frankreich. Den Franzosen gelang fast alles und ich war mir doch so sicher, dass die Schweiz als Gruppenerster in die nächste Runde einziehen würde…

Im Endeffekt muss ich mir selbst ankreiden, nicht seriöser gearbeitet zu haben und mich vorschnell auf einen Gruppensieg der Schweiz festgelegt zu haben. Und schließlich muss ich mir vorwerfen, dass ich gegen jeglichen Realismus an meiner Prognose festgehalten habe, selbst als es bereits 3:0 für Frankreich stand.

Dieser Beitrag mag auch ganz generell interessant sein, wenn man nachvollziehen möchte, wie ich zu meinen Prognosen komme und welche Schwierigkeiten dabei zu überwinden sind.

Die Ausgangslage bei meiner Prognose der Gruppe E vor Beginn der WM war folgende:

Schweiz:

Ottmar Hitzfeld (wenn angegebene Geburtszeit 17.15 Uhr exakt!!!) mit der großen Glückskonstellation Jupiter-AC-Konjunktion beim letzten Gruppenspiel gegen Honduras und bei einem Achtelfinale als Gruppenerster mit Mond-Pluto-Konjunktion. Ebenfalls beim Achtelfinale am 30. Juni als Gruppenerster Josip Drmic mit Mond Konjunktion Sonne und Venus Konjunktion Mars. Und es passte ja so schön: Die Schweiz marschiert mit einer talentierten, jungen Mannschaft als Gruppenerster durch und im Achtelfinale dreht dann Drmic auf und schießt die Eidgenossen ins Viertelfinale.

In meiner Prognose vor dem ersten Spiel der Schweizer hatte ich Folgendes geschrieben:

Vorab: Ottmar Hitzfeld und seine Schweizer sind am letzten Vorrundenspieltag so gut bestrahlt, dass sie auf jeden Fall in die nächste Runde einziehen sollten. Ich gehe sogar davon aus, dass Josip Drmic die Eidgenossen nach dem Gruppensieg mit einer Galavorstellung ins Viertelfinale ballern wird…

Und weiter:

Am folgenden Spieltag gegen Frankreich dürfte Hitzfeld mit dem Mond im Quadrat zu Jupiter dann in Jubelstimmung sein und am letzten Spieltag mit Jupiter auf dem Aszendenten, einer der besten Konstellationen überhaupt, kann es eigentlich gar nicht schief gehen.

https://astroarena.org/2014/06/15/prognose-schweiz-ekuador-gruppe-e-netzt-joker-renato-ibarra-fur-die-tri/

Der Haken: Eben weil es so schön gepasst hat, habe ich entgegenstehende Transite gar nicht mehr geprüft und auch die übrigen 22 Spieler gar nicht mehr durchgecheckt. Schön, dass Drmic am Tag des Achtelfinals als Gruppensieger eine gute Konstellation hat. Vielleicht hat er privat aus irgendeinem Grund ein schönes Erlebnis oder eine partnerschaftliche Begegnung (Venus Konjunktion Mars!), aber was ist mit den übrigen Spielern!? Bei Ottmar Hitzfeld wiederum hängt alles von der genauen Geburtszeit ab. Wann steht/stand Glücksplanet Jupiter auf seinem Aszendenten? 17.15 Uhr ist eine Angabe von ihm persönlich. Erfahrungsgemäß liegt die Geburtszeit aber oft etwas früher als offiziell protokolliert (es zählt der erste Atemzug!). Gerade bei scheinbar gerundeten Zeiten sollte man daher vorsichtig sein, insbesondere wenn man so weitreichende Rückschlüsse wie ich daraus zieht. Um es zu verdeutlichen: Bei einer Geburtszeit von 17.12 Uhr wäre der große Glücksaspekt bei Hitzfeld bei der letzten Partie gegen Honduras exakt, gegen Frankreich bei einer Geburtszeit von 17.06 Uhr und im Auftaktspiel gegen Ekuador bei einer Geburtszeit von 17.01 Uhr. Auch wenn die letzte Partie noch nicht gelaufen ist, so scheint es mir sehr gut denkbar, dass der Glückstransit bei Hitzfeld auslöste als die Schweiz mit dem letzten Spielzug der Partie Ekuador besiegen konnte. Zudem ist bemerkenswert, dass Hitzfeld in diesem Spiel beide Torschützen (Mehmedi und Seferovic) als Joker ins Spiel brachte, also „ein glückliches Händchen“ bewies. Korrigiert man das Horoskop auf 17.00/01 Uhr, so wäre nicht nur am ersten Spieltag Jupiter auf Hitzfelds Aszendent gewesen, sondern gestern wäre ihm zugleich die Sonne im Quadrat zum MC als negativer Transit in die Quere gekommen!

Für alle Fachkundigen hier das von mir für Hitzfeld korrigierte Horoskop mit den Progressionen bei der ersten Deutschen Meisterschaft mit Borussia Dortmund mit dem progressiven Jupiter am DC (bei einer Geburtszeit von 17.01/02 Uhr wäre Jupiter beim ersten Spiel noch exakter auf dem Aszendenten gewesen und der progressive Jupiter dafür beim CL-Sieg 1997 am DC von Hitzfeld):

19490112_16.59.49_HITZFELD_O 19950618Pr

Dazu noch einmal das Abpfiffhoroskop von Schweiz-Ekuador (mit dem Treffer zum 2:1) und das Anpfiffhoroskop von Frankreich-Schweiz:

20140615_14.50_CHE-ECU

20140620_16.00_CHE-FRA

Ekuador:

Das Team hatte und habe ich nicht im Detail untersucht, mir aber Trainer Reinaldo Rueda (ohne Geburtszeit) genauer angeschaut. Hierbei sind mir dann aber gleich starke Konstellationen aufgefallen, insbesondere beim Achtelfinale als Gruppenzweiter mit Mond-Pluto-Konjunktion, Mars-Mars-Trigon und Jupiter-Venus-Quadrat (letztere beide Transite bei Geburtszeit gegen Morgen/Vormittag). Dazu einige Spieler mit ordentlichen Transiten. Sah also nach Platz 2 aus, aber die Untersuchungen waren natürlich nicht umfangreich genug, um dies sicher sagen zu können.

Frankreich:

Für Astrologen ein Traum. Bei den französischen Standesämtern scheint man Geburstzeiten deutlich leichter zu bekommen, so dass neben der Geburtszeit von Trainer Deschamps die Geburtszeiten von 18(!) Spielern vorhanden sind (es fehlen nur Evra, Mavuba, Débuchy, Schneiderlein und Cabella). Damit muss man eigentlich eine präzise Prognose machen können! Nun hatte ich tatasächlich viele exakte Transite gefunden, die stark dafür sprachen (und sprechen!), dass man mindestens das Viertelfinale erreicht. Ich konzentrierte mich (vielleicht auch unterbewusst) auf die Konstellationen bei den K.O.-Spielen, sollte man Gruppenzweiter werden (weil für mich die Schweiz auf Platz 1 ja gesetzt war…). Das französische Verbandshoroskop mit einem explosiven Jupiter-Mars-Quadrat (bei Gründung gegen 19 Uhr) beim Spiel gegen die Schweiz untersuchte ich leider nicht…

Es blieb nun also ein Problem! Die Schweiz muss Erster werden, Ekuador mit guten Chancen auf Platz 2 und Frankreich sollte ins Viertelfinale kommen. Das hier etwas nicht stimmte, war klar

Honduras:

Der absolute Außenseiter in der Gruppe, so dass ich ein Weiterkommen nicht als realistische Option einkalkulierte und dementsprechend auch keine intensiven Untersuchungen vornahm. Dennoch fiel mir schon beim Blick auf die Geburtstage der Spieler auf, dass Stürmer Carlos Costly beim letzten Spiel Jupiter-Sonne-Konjunktion haben könnte. Ich berechnete das Horoskop, so dass Jupiter Konjunktion Sonne exakt wäre. Es könnte sogar Uranus am MC stehen… Aber ein Treffer gegen die Schweiz, „meinen“ Gruppensieger? Der Außenseiter? Und es ist ja nur eine spekulative Geburtszeit…

Die Zeit drängte und ich musste mich entscheiden und setzte Ekuador auf Platz 2. Eine astrologische Dummheit die Franzosen, den Gruppenfavoriten, trotz einer Vielzahl starker Transite bei verschiedensten Spielern auf keinen der ersten beiden Plätze zu setzen. Nach dem ersten Gruppenspiel und dem späten Sieg der Schweizer gegen Ekuador meinte ich meine Dummheit erkannt zu haben und war mir nun sicher, dass Frankreich ja Zweiter werden müsse und bei Ekuador hatte ich mich wohl getäuscht. Schließlich hatte ich ja nur Trainer Rueda im Detail geprüft.

Nur auf einen Gedanken bin ich nicht gekommen: Ich habe mich weder mit den zahlreichen Transiten bei den Franzosen getäuscht, noch bei den starken Konstellationen bei Ekuadors Coach Rueda – ich habe mich auf eine ungefähre und ungesicherte Geburtszeitangabe von Ottmar Hitzfeld und zwei Konstellationen bei einem einzigen Schweizer Spieler (Drmic) verlassen und mich derart früh auf den Schweizer Gruppensieg festgelegt, dass ich für andere Optionen gar nicht mehr offen war!

 

Was bedeutet das nun für den letzten Spieltag?

Mit dem Wissen von heute muss ich meine ursprüngliche Prognose korrigieren. Der französische Gruppensieg steht ja nun bereits so gut wie fest (aus meiner Sicht geht es im Viertelfinale gegen Deutschland und dort ins Elfmeterschießen…). Platz 2 können aber noch alle drei verbliebenen Mannschaften schaffen. Bei einem Sieg von Frankreich gegen Ekuador und einem Sieg von Honduras gegen die Schweiz hätten sogar alle drei Teams jeweils drei Punkte und das Torverhältnis müsste entscheiden. Ekuador dürfte nach dem 0:3 von Honduras  bzw. dem 2:5 der Schweiz gegen Frankreich bei dieser Konstellation sogar knapp gegen Frankreich verlieren und würde wohl Zweiter werden. Sicher Zweiter wäre man wohl nur mit einem Sieg gegen die Franzosen. Wie auch immer es zu Stande kommt, ich denke Ekuador schafft noch Platz 2.

Bei den Buchmachern gilt hingegen immer noch die Schweiz als Favorit für Platz 2, spielt man doch „nur“ gegen Honduras. Nachdem ich nun aber meinen Schweiz-Irrtum bemerkt habe, gibt es für mich keinen Grund mehr, an ein Schweizer Weiterkommen zu glauben, schließlich war dies insbesondere auf das Achtelfinale am 30. Juni (als Gruppenerster) gemünzt, während sich beim Achtelfinale als Gruppenzweiter am 1. Juli keine nennenswerten Konstellationen erkennen lassen. Und nun macht auch wieder der (mögliche) Glücksaspekt bei Carlos Costly von Honduras Sinn. Ich kann mir sehr gut vorstellen, dass er trifft und Honduras möglicherweise sogar zum Sieg schießt. Die Schweiz würde nach 2010 erneut im letzten Gruppenspiel an Honduras verzweifeln.

20140625_16.00_HON-CHE

19820718_05.08_Costly_C

 

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4 Kommentare zu “Wie es zu meinem Prognosedesaster zur Schweiz kam – und ein Ausblick auf den letzten Spieltag der Gruppe E

  1. Du kannst nicht ernsthaft glauben, irgendwas mit diesem Astro-Mist hervorsagen zu können. Mensch, das ist der größte Schwachsinn.

    • Schauen wir mal, wie am Ende Halbfinale und Finale aussehen. Ich behaupte: Meine Prognose wird besser sein als alles, was von irgendwelchen „Experten“ vorhergesagt worden ist. Ich würde mich freuen, dann auch von dir zu hören… Wünsche dir eine spannende WM!

  2. Pingback: Lionel Messi – Seine WM-Konstellationen | AstroArena

  3. Hätte ich mir mal den Shaqiri angeschaut. Mars-Uranus-Opposition genau auf seiner Sonne, dazu Jupiter Quadrat Mars. Alles sehr exakt bei einer sehr frühen Geburtszeit (Tendenz später Löwe-Aszendent, früher Jungfrau-Aszendent). Sollte Hitzfeld doch um 17.12 Uhr geboren sein und Jupiter auf dem Aszendenten haben? Aber dann wären da noch die recht starken Konstellationen bei Ekuadors Trainer Rueda beim Achtelfinale. Schafft es Ekuador doch noch?

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