Viele Denkzettel für den Sportastrologen und eine Pause für die AstroArena


Bereits nach meinen Prognosen vor der Länderspielpause, die man wohlwollend noch als „Negativlauf“ hätte bezeichnen können, äußerte ich, wie froh über die zwei folgenden freien Wochen bin. Gleich nachdem diese vorbei war, versemmelte ich dann die nächste Prognose auf hochtrabende Weise als ich einen Wolfsburger Sieg in Leverkusen vorhergesagte (https://astroarena.org/2016/04/01/1-bundesliga-201516-28-spieltag-leverkusen-wolfsburg-benaglio-haelt-schuerrle-trifft-rueckschlag-fuer-bayer/). Stattdessen präsentierte sich der von mir zu Saisonbeginn zum Meisterschaftsfavoriten ausgerufene VfL Wolfsburg desolat und unterlag mit 0:3. Bereits nach dem Spiel kündigte ich etwas kryptisch „Konsequenzen“ an. Die hätte ich in der Tat mindestens in Form einer Prognosepause ziehen sollen. Nur fünf Tage später folgte dann der nächste Fehlschlag auf ganzer Linie. Dersportastrologe prognostizierte, dass der VfL „keine Chance“ gegen Real Madrid im Champions-League-Viertelfinale haben würde (https://astroarena.org/2016/04/06/champions-league-201516-viertelfinale-hinspiel-wolfsburg-real-keine-chance-fuer-den-vfl-gegen-die-koeniglichen/). Das Ergebnis: Wolfsburg besiegte den großen Favoriten mit 2:0 und klopft nun an die Tür zum Halbfinale. Mehr daneben liegen kann man wirklich nicht! Schlimmer geht’s immer!

Selbst wenn man sich die ganzen Prognosen der letzten Wochen genauer ansieht, z.B. die Analysen zu einzelnen Spielern, so muss man konstatieren, dass hier aber auch so gut wie gar nichts stimmte, nicht selten sogar das Gegenteil eintrat. Es war kein Pech und keine Prognosen, die man doch noch in irgendeiner Form als Erfolg hätten werten können (z.B. später Ausgleich bei einer Siegprognose), nein, es war in aller Regel ein Versagen auf ganzer Linie. Ohne Wenn und Aber. Hätte man die AstroArena als Anti-Orakel benutzt und immer entgegen der hier geäußerten Vorhersagen gewettet, man hätte richtig gutes Geld machen können. Ist man hingegen dem sportastrologen gefolgt, so dürfte nun auch der letzte Sparstrumpf aufgebraucht sein. Was mich erstaunt, ist, dass teilweise auch die schlechtesten Prognose hier noch drei oder vier „Gnaden-Sterne“ bekommen hat, während für viele objektiv schon ein Stern zu viel gewesen wäre. Vielleicht ist da bei den Followern aus dem Ausland einiges bei der Übersetzung falsch angekommen. Oder es ist einfach nur Mitleid.

Um einem „aufmunterndem“ Argument von Vornherein den Wind aus den Segeln zu nehmen – der Einwand, das ich hier ja auch schon „viele herausragende Prognosen“ abgeliefert hätte (dies ist übrigens keineswegs statistisch belegt), wird mit jeder Fehlprognose mehr und mehr ad absurdum geführt. Es bräuchte nun sicher schon zehn Prognosetreffer in Folge um die Scharte der jüngsten Blamagen auszuwetzen und hier auch nur eine überdurchschnittliche Trefferquote zu erreichen, vom erklärten Ziel, sich der 100 Prozent-Trefferquote anzunähern, ganz zu schweigen. Der treue AstroArena-Follower weiß: Schon wenige Treffer am Stück sind die absolute Ausnahme hier, wenngleich sie dann im Nachhinein umso hübscher ausgeschmückt und immer wieder erwähnt werden. Vielmehr mag die gerade zu betrachtende Negativserie zwar ein Extrembeispiel sein, aber doch gar kein solcher „Ausreißer“, für den sie der eine oder andere Astrologiegläubige halten mag. Schlechte Serien hat es hier in den vergangenen zwei Jahren immer wieder gegeben. Dazu ist kein prognostischer Fortschritt zu erkennen. Hat man dann noch im Hinterkopf, dass sich dersportastrologe seit über zehn Jahren mit Sportprognosen beschäftigt, wirft das ein noch schlechteres Licht auf das ganze Projekt AstroArena.

Um es klarzustellen: Nicht jede Fehlprognose ist automatisch ein „Beweis“ für das Nichtfunktionieren der Astrologie. Es geht um das Wie und die schiere Anzahl der falschen Prognosen. Im Bereich FAQ habe ich Gründe aufgezeigt, warum Fehlprognosen zu Stande kommen können. Dazu gehören u.a. der Zeitmangel, fehlende Daten (Geburtszeiten) und generell vielfach noch nicht gesicherte Erfahrungswerte bezüglich der (vermeintlichen) Auswirkungen verschiedener Konstellationen. Das ist nach wie vor gültig, hat als Erklärung und Rechtfertigung für Fehlprognosen allerdings seine Grenzen. Eine Fehlprognose ist ärgerlich undnie ganz vermeidbar (grundsätzlich sollte bei größeren Unsicherheiten gar keine Prognose erfolgen!) – die Regelmäßigkeit, mit der dersportastrologe aber daneben liegt, ist absolut inakzeptabel und unentschuldbar. Zudem ist es ein Bärendienst für alle Astrologen, die ihrer Profession strukturierter und mit mehr Expertise nachgehen (statistische Nachweise über die entsprechenden Erfolge fehlen mir hier allerdings bis jetzt auch noch). Vielleicht hätte ja jemand Lust, hier an meiner Stelle seine Prognosen einzustellen? Ein Unterbieten der letzten „Vorstellungen“ ist praktisch unmöglich…

Um die Sache zum Ende zu bringen. Ich werde hier – wenn überhaupt – bis zum Ende der Saison nur noch ganz vereinzelt meine astrologischen Ergüsse unter die Leserschaft bringen. Was dann zur Europameisterschaft passieren wird, steht in den Sternen – obwohl sicher bin ich mir diesbezüglich auch nicht mehr… Vor allem meine Masterarbeit freut sich über die neu hinzugewonnene Zeit in den kommenden Wochen.

Der Thomas Schaaf der Sportastrologie wünscht allen Lesern eine gute Zeit. Durch fatale Wetttipps werde ich diese jedenfalls nicht mehr beeinträchtigen. Mein Tipp: Mal wieder einen schönen Spaziergang durch die bald blühende Frühlingslandschaft oder selbst Sport treiben oder ein schöner Grillabend oder ein Restaurantbesuch… In den allermeisten Fällen ist das die weitaus seliger machende und stressfreiere Variante gegenüber dem dumpfen Gestarre auf einen Bildschirm, auf dem ein paar überbezahlte junge Männer einem Ball hinterherjagen. Weniger Fußball = mehr Lebensqualität.

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12 Kommentare zu “Viele Denkzettel für den Sportastrologen und eine Pause für die AstroArena

  1. Deine scheinbar harte Selbstkritik ehrt dich. Doch ist sie scheinheilig, Jannis! Denn dass du hier nicht nur die Astrologie verrätst, sondern auch den Fussball allgemein verunglimpfst mit den Worten „weniger Fußball, mehr Lebensqualität“, ist ein klägliches Dokument deines eigenen Scheiterns. Am Ende ist also sowohl der Fußball kontraproduktiver Unfug als auch die Astrologie im Allgemeinen, die natürlich Humbug ist, weil man selbst versagt hat. Damit ist deine scheinbar harte Selbstkritik vom Anfang also in eine billige Abrechnung mit der Astrologie und dem Fußball allgemein umgewandelt geworden. Fein! Sehr bequem, denn man hat einen Sündenbock gefunden. Du hast übrigens damit auch deine vielen Leser/innen verraten, die dir zahlreiche Irrtümer und Fehler verziehen haben, weil sie interessiert waren an der Forschung. Doch jetzt sind sie alle selber die Dummen, weil sie sich mit Astrologie und Fußball befassen. Fein!!! Nein, nicht fein, sondern selbstgerecht und jämmerlich!

    • Danke Cardo für die Kritik. Die hilft mir weitaus mehr als zu positive Rückmeldungen, die ich mit meinen Leistungen nicht oft nicht gerechtfertigt habe. Ich möchte allerdings eine grundsätzliche Trennlinie ziehen zwischen meinen enttäuschenden Prognosen und der Tatsache, dass ich dem Fußball in großen Teilen überdrüssig bin. Das habe ich nämlich schon zu deutlich erfolgreicheren Zeiten hier geäußert. Die Debatten der letzten Wochen um eine Superliga, Setzliste oder Wildcards (weil es offensichtlich nicht genug CL-Plätze für die ach so tolle PL gibt) haben mich in meinem Bild vom „modernen Fußball“ bestätigt. das ganze Finanzgebaren mit Financial Fair Play, das nur für einige wenige Vereine zu gelten scheint, dazu spanische Schuldenklubs, englische und französische Scheich- und Oligarchenklubs oder Bundesligaklubs mit fragwürdigem finanziellem Gebaren (z:B. HSV und S04), für die es keine Konsequenzen gibt, haben mit den Appetit am Fußball unabhängig von meinen Prognosen vermiest. Dazu am besten jeden Tag Fußball, zerstückelte Spieltage, dreiste Anpfiffzeiten, um immer mehr und noch mehr Geld zu machen. Die EM mit 24 Teams ist auch noch so ein Thema. Eine Kapitualtion vor dem Kommerz, bei dem der Sport drauf geht – siehe Formel 1. Darauf zielt mein letzter Absatz. Dass die Freude am Fußball durch falsche Prognosen nicht gestärkt wird, ist natürlich auch klar, zumal, wenn man seine Lebenszeit in irgendwelche x-beliebigen Zweitligapartien steckt.

  2. Hi Jannis,
    untersuche doch mal dein eigenes Horoskop, vielleicht liegt darin eine Begründung der momentanen „Negativserie“….und, gönne die eine Auszeit, ok…aber bitte, bitte mit dem Projekt weiter machen !!!

    • Hallo Thomas,

      ich hatte bei der Auswahl meines Titelbild zwischen „Stop“ und „Pause“ geschwankt und mich für letzteres entschieden. Also das muss es nicht für ewig gewesen sein (dafür habe ich dann doch schon etwas zu viel in den Blog hier gesteckt). Einfach so weiterzumachen, wäre aber sicher auch die falsche Idee. Mit der nächsten richtigen Prognose, die sicher kommen würde, wären die vergangenen Fehlschüsse schließlich nicht vergessen macht. Interessanterweise lief alles super bis zur Nachspielzeit bei Bayern-Juve. Seitdem geht überhaupt nichts mehr, auch wenn ich den entscheidenden Transit bei mir selbst dafür nicht ausfindig machen konnte…

  3. Hups. Da fühlt sich wohl jemand aufn Schlips getreten, was? Der Mann hat einfach nur das richtige getan: einen Schritt in die richtige Richtung machen nämlich. Astrologie funktioniert nun einmal nicht. Und hier traut sich mal jemand, auch zu zeigen, was passiert, wenn man es doch versucht. 🙂

    • Meine umfassende Selbstkritik sollten Sie nicht zum Anlasse nehmen, hier falsche Schlüsse zu ziehen. Ein fehlbarer Astrologe bedeutet noch nicht, dass Astrologie nicht funktioniert. Fairerweise sollten dann auch die Prognoseerfolge in die Gesamtbetrachtung einbezogen werden und abgewogen werden. Dass die Trefferquote nicht meinen Erwartungen entspricht, bleibt aber unwidersprochen.

  4. Also, Jannis, du solltest – wie oben schon erwähnt wurde – nach einer kurzen Denkpause unbedingt dein Projekt fortsetzen. Vielleicht war meine Kritik oben etwas zu hart, Entschuldigung, aber du weißt doch selbst, wieviel Arbeit du da hineingesteckt hast. Allein die vielen Geburtszeiten, die du recherchiert hast und die Reisen, Artikel und Analysen. Vielleicht solltest du auch häufiger Metagnosen hier reinstellen und nur bei ganz wenigen Spielen, wo genügend Datenmaterial vorhanden ist, die Prognosen publizieren.

    • Kein Ding, war alles ok. Ich habe mir ja auch bewusst eine Pause verordnet. Es sind immerhin oder auch „nur“ fünf Fehlprognosen gewesen, je nachdem wie man es sieht (davor war es ziemlich erfolgreich). Es geht auch darum, dass ich derzeit generell zu wenig Zeit habe um ausführliche Analysen zu machen, so dass mir das jetzt ein richtiger Zeitpunkt zu sein scheint für eine Pause. Übrigens: BVB heute Sonne Quadrat Neptun auf 3 Bogenminuten genau beim Abpfiff… Mehr habe ich mir noch nicht angeschaut und ich nehme ja auch ungern die Vorfreude auf das Spiel… Ansonsten weiß ich wirklich nicht, ob ich im Rückspiel für die Wölfe sein sollte, wo noch (Kombi-)Wetten auf Real bei mir laufen. Wäre schon ein dickes Ding, insbesondere wenn man sich anguckt, was sie in den letzten Wochen gegen Darmstadt, Hoffenheim, usw. in der Liga fabriziert haben. Schein Jupiter und Saturn (Gas und Bremse) gleichzeitig zu sein beim VfL.

      • Und Venus Quadrat Saturn zum Ende minutengenau bei Tuchel! Wenn ich mich nicht gerade verabschiedet hätte, schreien ja allein diese beiden Konstellationen nach einem unerfreulichen Ergebnis.

      • Und zu guter letzt: Jupiter Trigon Jupiter Lallana, Mond nahe Sonne Origi, Jupiter Konjunktion Mond Liverpool wenn meine Berechnung korrekt! Die Deutung überlasse ich dir, Cardo…

  5. Lieber Jannis. Ich müsste mich eigentlich freuen, wenn Du eine Pause einlegst, habe ich doch zu oft schon Geld verbrennt weil ich Dir blindlings ins Verderben nachgelaufen bin.
    Ich freue mich aber überhaupt nicht, denn ich bin nach wie vor der Überzeugung dass Sportastrologie funktioniert. Siehe die überdurchschnittlichen Erfolgsquoten von Sally Kirkman beim Grandslamtippen. Natürlich kann man da argumentieren, dass auf Djokovic tippen momentan keine Kunst ist, aber als sie Federer bei seinem letzten Grandslamsieg vorausgesagt gesagt, obwohl ihn jeder schon abgeschrieben hatte, hat mir das Thema gepackt (vgl. http://www.sallykirkman.com/blog/who-will-win-wimbledon-2012 und http://www.sallykirkman.com/blog/roger-federer-return-of-the-king).
    Auch bei Dir zeigt sich das immer wieder. Mein subjektiver Eindruck sagt mir, dass Du eine höhere Quote hast im Voraussagen das Favoriten scheitern (und wenn es nur ein Unentschieden ist) als das Aussenseiter sich wider Erwarten durchsetzen.
    Ich würde gerne Deine Prognosen mit den damaligen Quoten unterlegen und meinen Verdacht erhärten, aber dafür fehlt mir die Zeit.
    Kann es nicht sein, dass Du wie jeder Wetter manchmal die Sensation suchst anstatt Dich mit kleineren Brötchen zufrieden zu geben, die aber bei einer hohen Regelmässigkeit genau das wäre, was zeigen würde, dass Du mit Sportastrologie einer über der Wahrscheinlichkeit hohe Erfolgsquote hast? Ich wäre froh, wüsste ich so viel über Astrologie wie Du und würde auf jeden Fall weitermachen. Ich würde an Deiner Stelle mehr Zeit in die Recherche der eigenen Fehler und der eigenen Erfolgsfaktoren stecken und so lange an einem Rezept tüfteln bis Du zufrieden bist und erst dann wieder an die Öffentlichkeit treten. Mich haben die Medienauftritte von Dir immer gewundert. Ich habe mir erklärt, dass Du so „Traffic“ für Deinen Blog holen willst, aber eigentlich kannst Du Dir in der Versuchsphase in der Du noch steckt, eigentlich nur die Finger verbrennen. Die ganze Welt wartet doch nur darauf, dass man wiedereinmal beweisen kann, dass Astrologie Humbug ist und das mit Sport zu verknüpfen gequirrlte Scheisse ergibt.
    Ich würde mich zudem aus Effizienzgründen auf Sportarten konzentrieren, bei dem die Tagesform zweier Spieler die gegeneinander antreten, entscheidet. Tennis liegt da für mich viel näher als Fussball. Fussball mit je 11 Akteuren plus Ersatzbank plus Trainer etc. So unglaublich viele Einflussfaktoren, die man astrologisch nur mit immensem Aufwand erfassen kann, oder nicht?
    Ich weiss, dass Deine Tennisbilanz katastrophal ist aber vielleicht hast Du auch zu sehr von Fussballerkenntnissen auf Tennis geschlossen? Dafür verstehe ich wirklich zu wenig von Deiner Materie. Ich denke einfach nur laut. 🙂
    Ich wünsche Dir, egal wie Du Dich entscheidest, viel Glück!

    • Hallo Rolf,

      danke für deinen ausführlichen Kommentar. Und tut mir leid für deine Verluste… Wahrscheinlich hast du meistens auf Tennis gesetzt!? Zumindest habe ich dir ja das letzte Mal bei Federer kein „Go“ gegeben. Ich weiß nicht, ob Abstieg Köln mit 1:101 (viel zu hoch!) bei Sportingbet noch im Angebot ist. Das wäre eine Idee, selbst mit sehr wenig Einsatz die Chance auf einen großen Gewinn zu haben. Sally sehe ich übrigens überhaupt nicht so positiv. Sie ist da gerne mal sehr schwammig und hat auch schon oft gewaltig daneben gelegen. Nur hängt sie das nicht so an die große Glocke und nimmt so ein Scheitern auch längst nicht so persönlich wie ich. Den Djokovic könnte ich mir z.B. für die Aus Open noch als „Winner“ anheften, aber das war wirklich keine „Hellseherei“. Ich schaue da lieber auf Kerber zurück auch wenn das Rosinenpicken sein mag… Übrigens habe ich bei Wimbleodn 2012 auch einiges Geld auf Federer gesetzt und einen meiner bis dato größten Gewinne geholt. Es war damals mein größter Einsatz, wenn ich mich richtig erinnere. Er hatte die beste Berufsglückskonstellation (Jupiter-MC) da überhaupt – wenn man an Astrologie glaubt…

      Was du schreibst zum „Tüfteln am Rezept“ und dem Gang an die Öffentlichkeit – ich hatte früher bereits Prognosen im Freundes- und Bekanntenkreis verschickt, begonnen etwa 2008. Dazu hatte ich seit 2009 Prognosen + Analysen im Forum des Astrologen Manfred Gregor (leider Anfang 2016 verstorben) veröffentlicht. 2012 bei der EM bin ich dann ganz groß gescheitert und habe mir eine zweijährige Auszeit verordnet und mich aus dem Forum zurückgezogen. Seitdem bin ich sehr viel weiter gekommen und habe zudem das Geburtszeitensammeln begonnen. Auch mit dem Blick auf die jüngsten Ergebnisse (es waren nach einer zuvor guten Phase „nur“ 5 falsche, die ohne meinen Eintrag wohl gar nicht derart auffallen würden…) sehe ich es alsrichtige Entscheidung, den Blog trotz aller noch bestehender Unsicherheiten zur WM 2014 ins Leben gerufen zu haben. Gerade höchst unwahrscheinliche und doch eingetroffene Prognosen haben ja schon viele zur Sportastrologie geholt, die sonst nie darauf gekommen wären… Ich denke, bei so viel Aufwand – immerhin ja knapp 10 Jahre Vorbereitung auf den Blog – muss man sich auch mal trauen, nach außen zu gehen, auch wenn es weiterhin „learning by doing“ ist.

      Was die Prognosen für die Medien betrifft: Unter dem Strich waren die ja vollends überzeugend: Lasogga-Siegtor in Dortmund, 1860 rette sich in der Relegation, Entlassung Fröhling, Klassenerhakt Ingolstadt. Bei Nürnberg muss man abwarten – und Werder mit Skripnik in die Relegation? Selbst Bayern-Juve war ja nun kein Reinfall mit Blick auf den Spielverlauf. Ich will das nicht über den grünen Klee loben, aber bei Wahrscheinlichkeit/Ergebnis kommt da doch ein sehr guter Schnitt raus – kann natürlich auch Glück gewesen sein. Meistens bin ich selbst auf die Presse zugegangen, weil ich in diesen Fällen ganz besonders sicher war. Schwierig ist es dann, wenn ich bei der Saisonprognose sicher bin, aber man gerne auch noch eine Prognose für das erste Spiel hätte, bei dem ich nicht sicher bin… Kritiker sind natürlich immer da.

      Das mit den kleineren Brötchen stimmt schon – tatsächlich habe ich da vor einiger Zeit mit Erfolg meine Wetttaktik schon umgestellt, wenngleich ich hier weiterhin den Fokus auf Außenseitererfolge lege. Das mit den Außenseitern/Favoriten kapiere ich nicht ganz – bedingt sich das nicht? Oder stellst du auf Unentschieden ab?

      Zuletzt: Fußball ist aufwendiger als Tennis, aber doch verlässlicher, da astrologische „Ausreisser“ durch den Gesamteindruck nicht so schnell zu einer Fehlprognose verleiten, sondern es ein Korrektiv gibt durch das Restteam. Tennis ohne Geburtszeiten ist hingegen schon fast Roulette…

      Beste Grüße, Jannis

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