Die AstroArena – Chronologie einer gescheiterten Idee


Nachdem ich vor einigen Wochen noch nicht sicher war, wie es weitergehen wird mit der AstroArena, veranlassen mich meine in der absoluten Mehrzahl grandios fehlgeschlagenen Langzeitprognosen nun endgültig zum unausweichbaren Schritt, das Projekt AstroArena zu beenden. Es wäre müßig und würde doch eher langweilen, auf alle Fehlprognosen einzugehen. Letztendlich muss ich dankbar sein, in welcher Härte meine Prognosen in den vergangenen Wochen nicht aufgegangen sind – verspielte Zwei-Tore-Führungen, Tore in der letzten Minute – alles dabei und das wahrlich nicht nur einmal. So verbleibt die AstroArena als Chronologie einer gescheiterten Idee und als Mahnmal für alle unkritischen Astrologiegläubigen. Mein Dank gilt hier kritischen Stimmen wie der Gesellschaft zur wissenschaftlichen Untersuchung von Parawissenschaften (GWUP), den Menschen aus meinem Umfeld, deren gutgemeinten Rat, mir die (Sport-)Astrologie aus dem Kopf zu schlagen, ich lange nicht beherzigte, oder auch einem User wie Abrakadabra, der mit seiner Kritik hier stets einen Gegenpol zu den unterstützenden Stimmen geliefert hat. Gleichwohl möchte ich auch einen Dank an alle aussprechen, die mir trotz vielen Fehlschlägen die Treue gehalten haben. Die deutlich gestiegenen Klickzahlen deuten darauf hin, dass die AstroArena zumindest den positiven Effekt gehabt hat, viele Menschen zum Nachdenken zu bewegen.

Ich habe mich nun etwa zwölf Jahre der Astrologie und zehn Jahre der Sportastrologie verschrieben. Trotz erheblichen Aufwands – wie etwa der Bereisung von Fußballteams im ganzen Land zwecks Geburtszeiterfragung – sind meine Ergebnisse immer noch höchst bescheiden – mag es an mir liegen oder der Astrologie als solcher. Aufwand und Ertrag stehen zumindest in keinem Verhältnis. Unter dem Strich stehen viele Frusterlebnisse und kostbare Lebenszeit, die ich in jungen Jahren für die Astrologie geopfert habe – insbesondere seit ich zur WM 2014 die AstroArena ins Leben gerufen habe. Vereinzelte durchaus aufsehenerregende Erfolgserlebnisse („der Hellseher vom HSV“) können das kaum ausgleichen. So ist es mit 27 Jahren noch nicht zu spät für eine Umkehr und einen Neuanfang. Im Übrigen bitte ich von weiteren Nachrichten mit Bezug zur Sportastrologie abzusehen.

Aus Fehlern wird man klug – der eine früher, der andere später. Ich freue mich auf mein Leben, in dem die Sportastrologie künftig keine Rolle mehr spielt und der Sportkommerz allenfalls eine Randnotiz bildet.

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9 Kommentare zu “Die AstroArena – Chronologie einer gescheiterten Idee

    • Hallo Bernd,

      vielleicht finde ich IRGENDWANN wieder Gedanken für die Sportastrologie, aber das war es erstmal. Ich hab den Schlüssel jedenfalls nicht gefunden. Vielleicht ist das Archiv hier ja interessant für dich? Es sind knapp 500 Beiträge zusammengekommen.

      Grüße, Jannis

  1. Mensch Jannis! Das finde ich traurig zu lesen! Aber ich bin mir sicher, dass du dir das gut überlgt hast und das Richtige für dich tun wirst! Ich glaube, dass dir das ganze Thema mehr gebracht hat, als Du in deinem momentanen Frust zu erkennen vermagst!

    • Es ist ein schmerzhafter wie harter Einschnitt, aber es gibt Wichtigeres als Fußball und Astrologie, merkst du ja gerade wahrscheinlich auch, egal wie es mit der Eintracht ausgeht…

  2. Ich finde man sollte da nicht den Fehler in der Astrologie suchen, meiner Meinung nach, sondern es hat einen anderen Grund, denn die Astrologie bewährt sich sehr gut,wenn man z.B die Grundnatur eines Menschen ausfindig machen will, so meine Erfahrung aber man kann Astrologie auch für Dinge nehmen für die sie gar nicht geeignet ist, z.B um Fußballergebnisse vorherzusagen, um in dieser Hinsicht etwas zu prophezeien, reicht die Astrologie alleine einfach nicht, meiner Meinung nach.

    • Hallo Thomas, danke für die Rückmeldung und Entschuldigung für meine späte Antwort. Eine Trennung von Persönlichkeitsastrologie und prognostischer Astrologie ist sicher möglich, doch war (ist?) es gerade mein Ziel, mit der Prognose die Astrologie zu beweisen. Wenn das nun nicht funktioniert haben sollte, dann ist das der beste Beweis für das Nichtfunktionieren der Astrologie, jedenfalls müsste man sich fragen, wie eine Beweisführung im Bereich Persönlichkeitsastrologie funktionieren sollte… Und wenn man nur“gefühlsmäßig“ die Persönlichkeitsastrologie bestätigen kann – das würde ich – dann sollte man immer in Erwägung ziehen, dass man vielleicht doch einer Selbsttäuschung unterlegen ist – womit man einen sehr großen Sprung über den eigenen Schatten machen müsste…

  3. Hey geile Seite. Kein Mensch kann erwarten dass alles zu 100% stimmt. Ich persönlich habe beim abgeben von Wetten oft ein besseres Gefühl durch deine Seite, wenn ich der selben Meinung war das Team könnte gewinnen, wie beim Finale Real-Atletico, und am Ende war alles richtig. Ich hätte nix gegen eine grobe Prognose für die Europameisterschaft einzuwenden, die Bild Zeitung soll doch wieder ins staunen kommen 😀

    • Hallo Sportchamp, vielen Dank für deinen positiven Kommentar. Davon habe ich einige in den letzten Wochen erhalten. Aber ich muss natürlich selbstkritisch mit mir umgehen, wenn in einer Masse Fehlprognosen zu Stande kommen, die meine „Fehlerttoleranz“ deutlich übersteigt… Real war natürlich ein Treffer – aber eben vieles nicht. Da ich ja ein Faible für Außenseitertipps habe, d.h. in der Regel nur dann Prognosen zu machen, wenn ich dem Außenseiter große Chancen einräume, sind Favoritensiege für mich Gift… Beim Tennis z.B. hat Djokovic die letzten vier Grand Slams gewonnen, Barca, Juve, PSG, Bayern haben alle das Double geholt – zum Teil mit großem Vorsprung – ich habe den Eindruck die Leicester City sterben aus und umso schwieriger wird es auch mit Außenseitertipps… Vielleicht kommt noch was zur EM…

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