Mein EM-Tipp 2016: Frankreichs Heim-Hattrick – DFB-Elf wieder im Halbfinale raus – Desaster für Italien?


Die Europameisterschaft 2016 hat mit einem späten Auftaktsieg von Gastgeber Frankreich gegen Rumänien begonnen. Oder sollte man sagen Teil 2 der EM-Qualifikation hat begonnen? Ich muss leider konstatieren, dass die EM durch die Aufstockung auf 24 Teams erheblich verwässert wurde. Indem Michel Platini den kleinen Verbänden einen Gefallen getan hat und diese es ihm mit der Unterstützung für die nächste Wahl gedankt haben, hat er der dem europäischen Fußball einen Bärendienst erwiesen. Die EM-Qualifikation ist entwertet, da sich gefühlt bis auf Liechtenstein, San Marino und Andorra fast jeder qualifizieren durfte (Hollands Scheitern wäre noch mal einen Extrabeitrag wert). Die Endrunde beginnt hingegen nun mit einer zähen, langen Vorrunde, in der es fast unmöglich ist, für einen Großen zu stolpern. Selbst vier von sechs Gruppendritten qualifizieren sich schließlich – Leistungsprinzip adé. Todesgruppen und Alles-oder-Nichts-Spiele von Anfang an – Fehlanzeige! Bei aller Liebe für die kleinen Fußballnationen, die sich über ihre EM-Teilnahme freuen – die Chance war auch schon vorher immer da, sich zu qualifizieren! Jede Qualifikation beginnt bei null… Wenn man es nicht schafft, zu den 15 besten Teams der Quali zu gehören, dann hat man es einfach nicht verdient, dabei zu sein.

Ein weiteres Problem, das sich durch das Prozedere mit den besten Gruppendritten stellt, ist, dass man nun schon einen Rechenschieber benötigt, um zu wissen er weiterkommt und wer dann auf wen im Achtelfinale trifft. Manche Teams werden sogar nach ihren letzten Spielen noch die Ergebnisse in den anderen Gruppen abwarten müssen, um zu wissen, ob man zu den besten Gruppendritten gehört. Also zusammenfassend gesagt: Bitte ganz schnell wieder zu 16 Teams zurück – und die eigentliche Euro beginnt für mich erst im Achtelfinale. Und genauso den Quatsch mit der WM-Aufstockung von 32 auf 40 Teams lassen (qualifizieren sich dann noch die besten Gruppenvierten für das Sechzehntelfinale?).

Unabhängig von meinen Ansichten zur EM-Aufstockung wage ich auf mehrfach geäußerten Wunsch schon vor der Vorrunde meinen EM-Tipp, den ich zunächst ohne weitere Ausführungen so stehen lassen möchte:
Tipp EM 2016

Nachtrag nach dem 1. Gruppenspieltag:
Mein Tipp schmiert ab, bevor es überhaupt richtig losgegangen ist – für den treuen Leser der AstroArena dürfte das wenig überraschend sein. Ansonsten sehe ich mich in meiner Kritik an dem neuen Modus absolut bestätigt und im EM-Fieber bin ich – wie schon bei der stimmungs- und überraschungsfreien EM 2012 – überhaupt nicht (kann sich da irgendjemand noch an legendäre Spiele erinnern?). Defensivtaktiken, kaum Tore (in zwölf Spielen gab es erst zwei Mal drei Tore!), defensive Taktik und dazu kaum Spannung, weil sowieso fast jeder weiterkommt – gähnend langweilig das Ganze! Wer frühestens zum Achtelfinale einschaltet, verpasst – Nichts. Zur Spannnungslosigkeit kommen Terrorgefahr, Ausschreitungen und Regenwetter – bisher ist diese EM ein ziemlicher Flop. Sieht das jemand anders?

Irgendwas ist mir bei den Europameisterschaften seit 2008 etwas verloren gegangen, das mich das Ganze ziemlich unemotional betrachten lässt. Vielleicht ist es das zunehmende Alter, vielleicht bin ich ein Miesepeter – vielleicht ist es aber auch der zunehmende Kommerz, so durchschaubar, wie an jeder Ecke auf EM gemacht wird und wie selbst bedeutungslose Vorrundenspiele mit bedeutungsschwangerer Musik und Countdown eingeleitet werden. Um es mit dem Kaiser zu sagen: Gehts raus und spuits Fußball (und schießt mal ein paar mehr Tore…)

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11 Kommentare zu “Mein EM-Tipp 2016: Frankreichs Heim-Hattrick – DFB-Elf wieder im Halbfinale raus – Desaster für Italien?

  1. Wenn du die Seite jetzt weiterführst, ohne vorher die Sterne zu befragen, wär’s vlt. keine üble Idee, sie umzubenennen.

  2. Na, na, na Jannis! Das sieht mir mehr nach einem gut gemeinten, aber schlecht gelungenen Kneipen-Tipp aus als nach einer sportastrologische Analyse. Auf den Top-Favoriten der Bookies, Frankreich, zu setzen, ist nicht besonders origniell und steht auch kaum in den Sternen. Aber auf ein Aus der Italiener schon in der Vorrunde zu wetten und auf eine Finalteilnahme Portugals, ist noch mutiger, obwohl es mit Sicherheit ebenfalls nichts mit Sportastrologie zu tun hat. Ich freue mich schon auf das von dir prognostizierte Achtelfinale Deutschlands gegen Albanien…

    Nichts für ungut. Ist nicht böse gemeint, aber etwas Ironie darf es mal sein. Trotzdem viel Erfolg!

    Cardo

    • Cardo, zunächst einmal pflichte ich dir bei, dass der Tipp bisher denkbar schlecht aufgegangen ist, trotzdem finde ich deinen Kommentar gewöhnungsbedürftig und inkonsistent. Zunächst einmal: Warum erst jetzt der Verriss und nicht schon bei der Veröffentlichung? Auch deine Gegenüberstellung von Kneipentipp und „sportastrologischer Analyse“ finde ich gewagt – ist der Erfolg beider „Tipparten“ nicht regelmäßig ziemlich vergleichbar? Dann kritisierst du den Favoritentipp, während du es mit Außenseitertipps ebenso machst. Recht haben könntest du mit deiner Ansicht, dass dies nicht in den Sternen steht. Aber wenn du zu der Auffassung kommen solltest, dass von den Sternen nichts abzulesen ist, würde ich mich doch sehr wundern. Alternativ würde ich mich freuen, wenn du mitteilen könntest, was in den Sternen steht – und das nicht in guter alter Astrologenmanier erst nach dem Finale…

  3. Jannis, ich habe nicht gesagt, dass von den Sternen nichts abzulesen sei. Falsch! Denn von den Sternen sind zwar keine Spielausgänge, aber gewisse Tendenzen ablesbar. Vorherbestimmt ist nichts Die Sterne zwingen nicht, sie machen nur geneigt!!! Voraussetzung aber, gewisse Tendenzen zu erkennen, ist eine seriöse astrologische Analyse! Jetzt erzähle mir bitte nicht, dass dein EM-Tipp irgendetwas mit seröser Analyse zu schaffen hat. Denn deine Prognose hat mit Sportastrologie nun gar nicht zu tun, wenn du ehrlich bist. Das riecht eher nach dem spontanen Tipp von Opa Kazulke aus der Kneipe nebenan. Tut mir leid!

    • Ich habe den Eindruck, dass du bei der Bewertung meiner Pronosen und Tipps verschiedene Maßstäbe anlegst. Ist die Vorhersage richtig (das soll in ferner Vergangenheit auch mal vorgekommen sein), dann wird dies zu einem Erfolg für die Sportastrologie erklärt, ist die Vorhersage falsch, dann war eben die Gewichtung der Transite falsch oder es wird zu einem Tipp von Opa Kazulke erklärt, wobei noch nicht erklärt ist, dass dieser schlechter tippen würde als ein „Sportastrologe“. Und woher weißt du, dass mein Tip nichts mit Sportastrologie zu tun hat? Weil eine (bisher) so schlechte Vorhersage bei seriöser sportastrologischer Untersuchung für dich nicht möglich wäre? Was ich sagen möchte – du ziehst nicht einmal die Möglichkeit in Betracht, dass Astrologie (zumindest zur Bestimmung von Lebensereignissen) nicht funktioniert. Ich behaupte nicht, dass es so ist, aber das alle fehlenden statistischen Nachweise doch Grund zum Grübeln geben müssten. Aber wenn man an etwas glaubt und das zu einem zentralen Bestandteil des Weltbilds werde lässt über viele, viele Jahre und es gegen jegliche Kritik verteidigt, dann ist es ein schmerzhafter, großer Schritt, das in Frage zu stellen – weshalb es kaum jemand macht. Lässt sich auch auf Religion und politische Ideologien beziehen. Was müsste passieren, damit du die (Sport-)Astrologie in Frage stellst bzw. warum bist du so überzeugt, dass falsche Vorhersagen ihren rund beim fehlbaren Astrologen haben und nicht in der Astrologie selbst?

  4. Der statiionäre Mars auf der Venus von Didier Deschamps ist sehr hilfreich, damit die Franzosen weiterhin Tore schießen und von Sieg zu Sieg eilen. Frankreich ist somit der
    Tipp und Top-Favorit für die EM 2016, nicht nur bei den Wettbüros auch bei den Astrologen.

    • Hallo Rolf, ich habe es bewusst Tipp statt Prognose genannt da es eine Mischung aus Astrologie und Tipp ist. Ich habe hierbei tatsaechlich Italien im letzten Moment von Platz 1 auf 4 verschoben. Mir war hingegen Italien schon vor langer Zeit aufgefallen und ich hatte bereits im letzten halben Jahr mehrere Kombiwetten mit Italien im HF/Finale/Sieger abgeschlossen – ansonsten nur noch auf Fra als Sieger. In der Gruppe sollte Schweden Zweiter werden. ITA denke ich HF-Aus gegen FRA. koennte mir noch boese um die Ohren fliegen mit ITA, aber war ja nu ein Tipp…

  5. Pingback: EM 2016: Vive la France, Viva Portugal! | AstroArena

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